Die Versprödung von Metall durch Wasserstoffatome ist nichts Neues. Bereits vor mehr als einem Jahrhundert, im Jahr 1875, wurde erstmals darüber berichtet. Besonders bei mechanischen Verbindungen sollte das Risiko der Wasserstoffversprödung ernster genommen werden.

Die Gründe dafür sind folgende:

Das Versagen eines Verbindungselements aufgrund von Wasserstoffversprödung ist ein verspäteter Sprödbruch. Der Bruch tritt nicht direkt nach der Montage, sondern Stunden oder Tage, wenn nicht Wochen später auf. Aufgrund dieses verspäteten Auftretens sind die Chancen, den Schaden während der Prozesskontrolle in der Fabrik oder bei der Ausgangskontrolle zu entdecken, gleich null.

Häufig sind die Produkte bereits montiert und versandt. Dieses Problem hat verschiedene Unternehmen bereits immense Summen für Produktrückrufe gekostet. Der Schaden für das Markenimage ist fast unvorstellbar. Das Problem kann zu jedem Zeitpunkt auftreten. Man kann es auch den stillen Tod nennen!

Der Fachartikel behandelt Fragen rund um die Wasserstoffversprödung, besonders bei der Anwendung von Verbindungselementen. Peter Witzke vom Bossard Expertenteam schreibt über:

  • Grundlagen der Wasserstoffversprödung
  • Eindringen des Wasserstoffs in das Verbindungselement
  • Eindringen von Wasserstoff in Bereiche des Verbindungselements, in denen eine hohe Zugspannung besteht
  • Wasserstoffabscheidung in Korngrenzen, Einschluss, Verlagerung und andere Fallen
  • Erreichen von kritischer Wasserstoffkonzentration
  • Vorbeugung und Entfernung von Wasserstoff
  • Vorgehen zum Untersuchen von Verbindungselementen auf Wasserstoffversprödung

 

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